Die Mineralausstellung

 

Thematisch zum Geopark passend wurde eine Mineralausstellung errichtet. Hier werden dauerhaft Minerale aus der Sammlung der Stadt Warstein in Freiluft-Vitrinen ausgestellt. Die Anlage ist frei und kostenlos zugänglich zu jeder Tageszeit. Wir überwachen die Anlage per Videoüberwachung.

Das Thema unserer Dauerausstellung bezieht sich auf die vergangenen 380 Mio Jahre, als im Devon der Warsteiner Massenkalk aus einem Korallenriff durch Brachiopoden und Korallen gewachsen ist. Daher wählten wir Fossilien, Erze, Minerale, die es damals gab, bzw. die in der Zeit der Entstehung und Wanderung unseres Kalks vom Äquator bis hierher entstanden sind
- erstens Fossilien
- zweitens Minerale besonders schöner Variationen aus aller Welt
- dann schöne Kristallformen von Calzit, dem Grundstoff unseres Massenkalks
- ferner wunderbare Quarzkristalle, Minerale auf Silizium-Basis, wie z. B. der Suttroper Diamant,
  den es seit etwa 50 bis 80 Mio Jahren gibt.
- fünftens verschiedene magmatische Erze, die es auch heute noch reichlich in unserem Boden gibt.
  Hauptsächlich entstanden in der vulkanischen Unruhephase der Gegend vor 50 bis 80 Mio Jahren.
- und last but not least zeigen wir auch die verschiedenen Gesteinsarten, die durch den Kreislauf der Gesteine zwischen Oberfläche und Magma in einem Zyklus von grob geschätzt 300 Mio Jahren entstanden sind.

Die rund 280 Exponate sind der umfangreichen Mineralsammlung der Stadt Warstein entnommen, die rund 4000 Exponate enthält. Diese wurden in den vergangenen Jahrzehnten im städtischen Museum angesammelt durch verschiedene Spenden von Einzelsammlungen heimischer Geologen und Hobby-Sammlern.



Der besondere Aufbau der Anlage:

Wie beim Heimatverein Suttrop üblich, wurde die Anlage komplett in ehrenamtlicher Tätigkeit errichtet. Den Mitstreitern gebührt unser Dank!

Als erstes kam es darauf an, die Positionen der Alustützen exakt zu bestimmen. Denn die mit NC-Steuerung gefertigte Vitrinenanlage hatte Abmessungen im Bereich von Zehntel Millimetern. Wir entschlossen uns, für die 80 mm Alurohre je ein 160mm Kunststoff-Abflussrohr als Köcher einzubetonieren, damit konstruktiv 40mm Spielraum nach allen Seiten gegeben war. Das Einbetonieren auf unklarem felsigem Grund konnte nicht ohne eine solche Sicherheitstoleranz angegangen werden.

Zunächst wurden also mit Zirkel und einem maßhaltig gebautem Joch die Positionen der Ständerrohre exakt auf den Boden aufgemalt. Dann haben wir zur Sicherheit Spitzmeißel in die Erde geschlagen, um festzustellen, wie tief die Betonlöcher sein können; denn wenn man auf festen massiven Kalkstein stößt, ist es mit der ehrenamtlichen Handarbeit zu Ende. In der Tat fanden wir zwei Positionen, bei denen wir in Kauf nahmen, später die Alurohre zu kürzen und nur 50 cm und nicht wie gewünscht 60 cm tief versenken zu können.

Dann wurden mit einem Zaunpfahlborer die Erdlöcher vorgebohrt und von Hand ausgegraben. Beim Einsetzen und Einbetonieren der 160er Abflussrohre kam nun wieder das zu Anfang erwähnte Joch zum Einsatz. Die Abflussrohre wurden mit Abdeckkappen verschlossen und mittig 5mm gebohrt. Am Joch ragten 8 Zöller Nägel nach unten. Die wurden in die Mittenlöcher der Abdeckkappen gesteckt. Damit war durch das Joch exakt fixiert, wo die Mittelpunkte der Alustützen sitzen werden. Bei aufsitzendem Joch wurden sodann die Rohre sorgfältig einbetoniert.

Die aufwändige Vorgehensweise zeigte dann beim Aufbau der Vitrinenanlage ihre Früchte. Es passte alles ganz genau. Nachdem die Anlage noch zusätzlich durch Streben abgestützt war, wurden am Ende die Alurohre ín den Rohrhülsen mit Beton ausgegossen.


 

Mineralvitrinen Geopark